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Adventskalender 2017 Tag 1: Platée aus der Opéra de Paris

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Einer meiner Lieblingsregisseure inszeniert eine Barockoper von Rameau. Bisher konnte ich leider die herrlich schräg-bunten Inszenierungen des französischen Theatermachers Laurent Pelly nur auf DVD genießen (was sich im Januar zum Glück ändern wird). Platée ist jedoch auch auf dem Bildschirm mehr als ein Traum: der Geschichte der hässlichen Nymphe (die von Jupiter umgarnt wird, um seine Frau zu ärgern) wird von Pelly als buntes Fantasy-Spektakel gezeigt. Und einfach alles stimmt: die fantasievollen Kostüme (die Titelfigur etwa trägt einen Rock aus Seerosen-Blättern), die Bühne (eine Mischung aus Sumpf und Theatersaal), die Musiciens du Louvre unter der Leitung von Marc Minkowski und vor allem die Darsteller. Paul Agnew gibt eine romantische Heldin, die jedoch ganz schnell zur Furie werden kann. Und bei dem musikalischen Duell zwischen Minkowski und Mireille Delunsch als La Folie lache ich jedes Mal wieder Tränen! Diese Aufnahme gehört definitiv in jede Opern-Sammlung!

 

Jean-Philippe Rameau – Platée / Marc Minkowski, Laurent Pelly

Live from the Opéra national de Paris, Palais Garnier, 2002

Platée Paul Agnew
La Folie, Thalie Mireille Delunsch
Thespis, Mercure Yann Beuron
Jupiter Vincent Le Texier
Junon Doris Lamprecht

Orchestra and Chorus of Les Musiciens du Louvre – Grenoble
Conductor Marc Minkowski
Stage Director Laurent Pelly

This Opéra de Paris staging of Jean-Philippe Rameau’s burlesque on the vicissitudes of love, is a “pure joy from start to splashing finish” (Wall Street Journal Europe). “Laurent Pelly’s staging of Platée is an exhilarating display of gags and West Side Story dance routines mixed in with satirical rap… Marc Minkowski conducting the excellent Musiciens du Louvre-Grenoble was the instigator of a sparkling orchestral fête” (Opera Now). The enthusiastic cast is led by Paul Agnew in the title role and Mireille Delunsch, who provides one of the many musical highlights with La Folie’s famous bravura aria.

In the realm of the ancient gods, Mercure and Cithéron persuade Jupiter that he can cure his wife Junon’s obsessive jealousy by setting up a mock marriage between himself and Platée, an astonishingly ugly but supremely self-confident marsh nymph who rules a realm of frogs. Rameau uses Jupiter’s feigned courtship of Platée to gleefully parody every eighteenth-century musical convention in the book, as the music gurgles, hiccups, croaks and brays.

Synopsis

Kompositorisch konnte Jean-Philippe Rameau hier seiner Kreativität weitgehend freien Lauf lassen, denn bei Platee handelt es sich um ein sogenanntes “Ballett-Bouffon” mit ausgesprochenem Unterhaltungscharakter. Er brauchte sihc nicht an Lullys Prinzip zu halten, daß die Musik dem Drama zu dienen habe: Platee sollte vor allem großes Spektakel bieten, mit ausgedehnten Ballett-Passagen, Spezialeffekten, prächtigen Kostümen, einer Travestie in der Titelrolle – und vor allem mit glänzender Musik. Die vorliegende preisgekrönte Aufzeichnung aus dem Pariser Palais Garnier fängt genau dieses Flair des Spektakulären ein, indem sie dem Werk in Ausstattung und Präsentation ein neues, expressiv verfremdetes und kontrastreiches Kolorit verleiht.

 

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