Paradiesgedanken

Jorge Luis Borges: Ich hatte mir das Paradies immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.

Ich: Und viel freie Zeit.

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Night Books

Endlich habe ich mir die Zeit genommen und das neue Buch meines Lieblingsschriftstellers gelesen. Kennengelernt habe ich ihn durch seine Irland-Romane, die er zusammen mit seiner Frau Christine Breen geschrieben hat. Seine drei ersten Romane habe ich verschlungen, sie haben mich so tief berührt, da darf eigentlich gar keiner hinkommen. Seinen neuen Roman besitze ich schon einige Zeit und doch habe ich gezögert, ihn zu lesen. Ich habe mich anfangs auch schwergetan mit dem Buch. Realität vermischt mit Fiktion – oder sind beide Erzählstränge real – oder fiktiv? Es geht um die Natur der Liebe, um die Vergangenheit und um die Gegenwart. Wie immer sehr schön erzählt, es lohnt sich, bis zum Ende durchzuhalten, die Gefühle fahren Berg und Tal.
Niall Williams
Only say the word
ISBN 0-330-43395-4

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Das üben wir aber nochmal

Your results:
You are Robin

Robin
65%
Superman
60%
Green Lantern
60%
The Flash
60%
Spider-Man
55%
Hulk
45%
Supergirl
45%
Catwoman
40%
Wonder Woman
35%
Batman
30%
Iron Man
30%
Young and acrobatic.
You don’t mind stepping aside
to give someone else glory.


Click here to take the Superhero Personality Test

Gefunden im Lehrerzimmer.

Ich wär so gerne Catwoman gewesen.

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Places to stay and eat

Die Kaltmamsell hat in Brighton gut gegessen. Wenigstens bin ich nicht allein mit meiner Meinung über die britische Küche. Als kleine Anregung hier mal eine Zusammenstellung von Restaurants, die mir bei meinen diversen Schottland-Reisen positiv aufgefallen sind.
Das erste ist auch das nördlichste, Bunness House auf Unst, eine der Shetland-Inseln. Das ist ein idealer Ausgangspunkt für die Besichtigung von zwei Natur-Reservaten, dem Hermaness National Nature Reserve mit seinen Puffin-Kolonien und dem Keen of Hamar Nature Reserve mit seiner einzigartigen Flora. Die Hausherrin kocht formidabel, es ist alles sehr familiär und wenn man so wie ich beim Wandern bis zum Knie im bog versinkt, wird einem auch schon mal die Jeans gewaschen.
Wenn man gutes mit körperlicher Aktivität verbinden will, empfehle ich Urlaube in HF Holiday Häusern, hier im speziellen auf Arran und am Loch Leven. Und das sage ich jetzt nicht, weil die einzigen Aktien, die ich besitze, von dieser Firma sind. Sondern weil ich einige der schönsten Urlaube in diesen Häusern verbracht habe. Das ist abwechslungsreich und von lokalen Produkten geprägt. Morgens kann man sich ein Full Scottish Breakfast bis hin zu Kippers und Black Pudding zusammenstellen, mittags ein Sandwich nach freier Wahl nebst Obst, Chocolate Bars etc und abends ein Drei-Gänge-Menue. Bis auf das fade Gemüse, das ich früher schon erwähnte, bin ich hier noch nie enttäuscht worden. Das war ja in Wales.
Weiter südlich in Pitlochry findet sich das Knockendarroch House. Bei einem Pre-Dinner-Sherry wird einem das menue gereicht und man stellt sich ein Vier-Gang-Menü selbst zusammen. Sehr gediegene Atmosphäre und sehr gutes . Nachdem man zufrieden und glücklich den (non-complimentary) After-Dinner-Whisky (Blair Atholl ist fußläufig zu erreichen) intus hat, kann man es sich im Four-Poster gemütlich machen. Muss ich noch erwähnen, dass ich einen Teil meiner Hochzeitsreise in diesem Hotel verbracht habe?
Einen weiteren Teil habe ich im Dunstane Hotel in Edinburgh verbracht. Herr Nachtgedanken schwärmt heute noch von der Seafoodplatter, mein war auch ausgezeichnet und das Skull Splitter, das es sonst nur auf Orkney gibt, sowieso.
Ebenfalls empfehlenswert ist das Howies in der Victoria Street in Edinburgh. Gehobene schottische Küche mit mediteranem Einschlag zu günstigen Preisen. Nur das mit dem”without the foff” müssen sie noch lernen, dazu gehört nämlich meines Erachtens auch eine mindestens 50 cm lange Pfeffermühle, die der Kellner nach dem Servieren anschleppt und die man nur mit Mühe abwehren kann.
Zum Schluss noch ein allgemeiner Tipp für GB: gut und günstig isst man in den J.D.Wetherspoon Pubs und meistens sitzt man auch noch sehr schön. Die Kette wandelt alte Bankgebäude, Bahnhöfe etc. in Pubs um und bietet neben den “normalen” Bieren auch immer noch ein, zwei lokale Ales an. Am Donnerstag ist Curry Club Night und das ist wirklich good value for money.
Fortsetzung folgt, Das nächste Mal ist Brüssel dran.

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Wolkenträume

Beim Blick himmelwärts fällt mir auf, dass die Wolken ruckartig vorüberziehen. Als müssten sie immer ein Stückchen zurück, um vorwärts zu kommen. Wie eine Schleuder, die erst gespannt werden muss. Eine Wolkenschleuder. In Schottland sehen die Wolken ganz anders aus. Das habe ich hier im tiefsten Süden noch nie gesehen. Ich fange an zu träumen.
Von einem Weg über ein einsames Rannoch Moor, die Wolken in ihrer unglaublichen, ungewöhnlichen Formation ziehen rasch über mich hinweg, geballt, aber nicht bedrohlich. Erst kurz vor dem Ziel der heutigen Etappe werfen die Wolken erste, kleine Tränen in Richtung Erde. Das klamme Gefühl weicht vor dem Torffeuer im Kingshouse Hotel. Das Pint Old Speckled Hen wärmt von innen, ein zweites folgt. Der Blick geht zum Fenster, gegen das nun der Regen in schweren Tropfen schlägt. Soll ich morgen wirklich dem Teufel auf seiner Treppe ins Auge blicken? Aber am nächsten Morgen ist die Luft klar, sie ist frisch gewaschen. Der Blick schweift nach dem Aufstieg zurück über das Moor und vorwärts über die Bergkette. Ich stehe dort, lasse den Geruch der torfigen Luft in meine Nase strömen und bin überwältigt.

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Giora Wunderbar

Gestern hatte ich dank Giora Feidman einen wundervollen Abend. Eigentlich sollte das im Brunnenhof der Residenz der großen Stadt neben der kleinen Gemeinde mit den drei Schlössern stattfinden, allerdings ist das ins Wasser gefallen. Im Herkulessaal war die Atmosphäre zwar anfangs sehr unterkühlt, aber dafür die Akustik bestimmt um Klassen besser. Begleitet wurde er von der Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg unter der Leitung von Juri Gilbo.
Das erste Stück, die Holberg-Suite von Grieg, bestritt das Orchester allein, mir hat es gefallen, Herr Nachtgedanken meinte, es hätte stellenweise etwas matschig geklungen. Allerdings hätte sein Orchester es auch nicht besser gekonnt.
Beim zweiten Stück, W.A: für Klarinette und Orchester KV 622 (Fassung für Streichorchester), wirkte auch der Meister mit, allerdings lief er hier noch nicht zur Höchstform auf. Mein Eindruck war, dass er halt mehr Solist ohne Orchester ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in einem Orchester gerne gesehen wird, wenn der Solist mitdirigiert. Aber einem Meister verzeiht man halt viel, ein anderer hätte da wohl auch mal einen Geigenbogen im Kreuz gehabt. Mit heftigem An-die-Stirn-tippen quittierte ein distinguierter Herr in der Reihe vor uns die Aufforderung Feidmans an das Publikum mitzusummen. Das war mal was anderes, das klang wirklich gut, ich habe schon fast einen Chor vermutet. Später erklärte Herr dann noch, dass sehr viel Wert auf die Stimme gelegt hat und die Beteiligung des Publikums somit seine Berechtigung hatte. Eigentlich sollte es jetzt in die Pause gehen, aber Herrn lässt sich ja gerne etwas exzentrisches einfallen und so gab es die erste Zugabe bereits vor der Pause: ein Lied, das aus Elementen der deutschen, israelischen und palestinensischen (sagt Herr Nachtgedanken, ich hatte eher argentinischen verstanden und kenne beide leider nicht) Nationalhymnen bestand, sehr ergreifend und mit viel Applaus bedacht.
Nach der Pause punktete das Orchester erwartungsgemäß mit den „Rumänischen Volkstänzen“ für Streichorchester von Béla Bartók. Auch Herr zeigte sein ganzes Können in den folgenden beiden Stücken: „In the Self“ für Klarinette und Orchester von Ora Bat Chaim und „Porgy and Bess“, Fantasie für Klarinette und Orchester von George . Auf letzteres war ich besonders gespannt, zählt die doch zu meinen Lieblingsstücken.
Das begeisterte Publikum ließ ihn erst nach mehreren Zugaben von der Bühne, unter anderem von Piazzolla und eine Melange aus Ave Maria und Dona Dona, bei der auch das Publikum wieder mit von der Partie sein durfte. Die unwiderruflich letzte Zugabe war Shalom Chaverim, da er mitten im Spiel von der Bühne ging und das Orchester gleich mitnahm. Das war auch gut so, sonst hätten meine Kollegin und ich vermutlich wirklich gleich von dort aus an der Protzburg unseres Landesvaters vorbei ins Büro gehen können. Zurück blieb das Gefühl einen sehr besonderen Abend erlebt zu haben, der bei eine Flasche Wein auf dem benachbarten Hof schön ausklang.

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